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Naturbadsanierung Großenhain


 

Sanierungskonzept und neue Attraktionen

 

Im Rahmen der Sanierung des Naturbades Großenhain ist die Ertüchtigung der biologischen Wasseraufbereitung besonderer Schwerpunkt. Gleichzeitig ist eine Attraktivierung des gesamten Bades denkbar, als dass jede Altersgruppe Spiel, Spaß, aber auch Erholung finden kann.

 

 

Als neue Spiel- und Aufenthaltselemente sind eine kleine Rutsche sowie eine Sitzsteinreihe in der Böschung am Kleinkinderbereich vorstellbar. Quellsteine und Wassersprudler laden zum Plantschen ein. Neue Attraktionen am bestehenden Spielbach mit archimedischer Schraube, Wasserfontänen und -pistolen bieten älteren Kindern spannende Spielmöglichkeiten. Eine Hängebrücke, die den Kletter- mit dem Sprungfelsen verbindet, bietet noch mehr Spaß. Dazwischen lassen sich Kletternetze, eine Seilschaukel und eine Zipline integrieren, die das Angebot für jugendliche Badegäste und Kinder stärken und Raum zum Toben bieten. Schwimmende, aufblasbare Spielgeräte mit Rutsche oder Trampolin sind neben dem Sprungbereich auf der großen Freifläche einsetzbar.

 

Der Nichtschwimmerbereich wird anstelle des Kiesstrandes mit einer rutschhemmendem Folie ausgekleidet, um dessen Reinigung, aber auch den Zugang ins Wasser zu erleichtern. Im westlichen Bereich bietet eine Grotte mit Luftmassage-Liegen einen geschützten Aufenthaltsbereich zur Erholung. Weitere Entspannung bieten Massagedüsen im südöstlichen Bereich.

 

Zur Verbesserung des bestehenden Aufbereitungsbereichs und des Kreislaufs der biologischen Wasseraufbereitung kommt noch ein separater Aufbereitungsbereich im bestehenden Nutzungsbecken hinzu, und zwar anstelle des schlecht durchströmten Flachwasser-Kiesbereiches, in dem die Gefahr der Algenbildung groß ist. In diesem neu angelegten etwa 6m breiten Streifen entlang des bestehenden Beckenrandes befinden sich der Vorfilter, der Leitungskanal für die Einströmdüsen für den Nutzungsbereich und ein vertikal durchströmter Substratfilter. Die angrenzenden Rosenbeete am Nutzungsbereich werden ebenfalls in einen Substratfilter mit attraktiver Bepflanzung umgewandelt. Somit wird in dieser neuen Idee eine Pflanzung mit Wasserpflanzen realisiert, die weiterhin dekorativ wirkt und zu Duschen und Eingängen leitet. Hinzu kommt darüber hinaus die Reinigungswirkung durch die Wasserpflanzen. So ist keine Erweiterung am bestehenden Aufbereitungsbereich notwendig, was eine kostenintensive Leitungsverlegung überflüssig macht. Insgesamt entstehen so als zusätzliche Aufbereitungsfläche 925m². Der bestehende Aufbereitungsbereich wird in zwei Teile gegliedert: in einen 1.200m² großen hydrobotanischen und in einen 1.200m² großen Substratfilter. Deren Abzugsbereich ist als eine Art breite Rinne ausgebildet, in die das Wasser über zwei Absturzkanten fließt, was die Reinigung mit einem Käscher erleichtert. Der gesamte Aufbereitungsbereich (3.325m²) ist aus drei Teilbereichen zusammensetzt, die parallel angeschlossen sind und somit ein sehr flexibles System bilden.

Das Technikgebäude, das die Steuerungstechnik umfasst, befindet sich zur Hälfte oberirdisch und zur anderen Hälfte unterirdisch und wird mit wenigen Stufen erschlossen. Der Pumpen- und Technikschacht befindet sich direkt darunter, sodass kurze Leitungswege entstehen. Zwischen dem Spielbach mit seinem neuen separaten Wasserkreislauf und dem Nichtschwimmerbreich wird in das Becken ein offener Vorfilter als Kiesstreifen angelegt. Dieser dient als Überlauf, als Abstandsfläche für die spielenden Kleinkinder des Spielbaches und als Leitungstrasse. Durch die Verlagerung der Leitungen ins Becken wird das Öffnen größerer gepflasterter Flächen vermieden.

Der bisherige Steg wird verlängert und massiv gestaltet, um eine bessere hydraulische Durchströmung zu gewährleisten. Dabei wird vom Steg aus nach Norden und Süden hin eingeströmt. Der Steg wird mit Dielen aus einem Holz-Kunststoff-Gemisch realisiert, was ihn pflegeleicht und beständig macht. Die Reinigung des Holzstegs wird möglich durch die Folienrinne unterhalb des Stegs. Diese ruht auf massiven Mauerscheiben; um die Leichtigkeit zu erhalten wird der Steg weiter in Holzoptik gehalten. Das Abwasser aus der Reinigung des Stegs kann durch Änderung der Schieberstellung direkt in den Kanal abgeschlagen werden.

 

 

Realisierung


Die Umsetzung der Sanierung erfolgt in zwei Bauabschnitten. Zunächst wird die Ertüchtigung des bestehenden Aufbereitungsbereichs mit neuem Aufbau und verbesserter aktiver Durchströmung des Kiesfilters realisiert. Abzugsbereich und Technikgebäude werden in dieser Phase ebenfalls umgesetzt. Für die Übergangszeit zum zweiten Bauabschnitt wird die bestehende, allerdings derzeit mangelhafte, Einströmung mit der neuen Aufbereitung verknüpft. Der zweite Bauabschnitt kann zeitlich verzögert verwirklicht werden, ist jedoch unabdingbar: Er umfasst den vollständigen Ausbau der Durchströmung des Beckens sowie einen weiteren Teilbereich für die biologische Aufbereitung.