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Überarbeiteter Entwurf Zugänglichkeit der Alb

 

Das Konzept wurde vollständig überarbeitet und mit Rücksprache der einzelnen Fachbehörden (Landratsamt Waldshut RPF Staatlichefischereiaufsicht wie ausgearbeitet, wobei die Ausleitungsstrecke von den Maßnahmen ausgenommen wurde. In diesem Bereich soll es lediglich eine Aussichtsplattform (Holzdeck) über der Alb geben. Die Aufweitung im Bereich des Wehres orientiert sich an den Vorgaben der Fischereiaufsicht und der Zugang ins Gewässer (Kneippanlage) daraufhin in den Bereich oberhalb der Stauwurzel gelegt. Nach Auskunft von Anliegern wird das Wehr im Sommer von Jugendlichen schon als Sonnenterrasse genutzt, weshalb in der Aufweitung (Schnitt C und D) der Zugang mittels Geländer verhindert/erschwert werden soll, sodass man nur im Bereich B (Wasserspiel/Kneippanlage) gezielt tatsächlich ans/ins Gewässer gelangt.

 

Im 2. Teilbereich wird entsprechend den Vorgaben der Fachbehörden die Alb ökologisch aufgewertet, die naturnahe Aufweitung und Zugang zur Alb im Bereich der Steinenbächlemündung und Einbringen von flachen Strömungslenkern und Vorschüttungen zu Verbesserung der Gewässerstruktur. Durch die Änderungen der Zugänglichkeit und das Setzen eines zusätzlichen Schwerpunktes auf die Gewässerökologie wird das Projekt in dieser Ausgestaltung als sehr ausgewogen in allen Belangen (Ökologie, Nutzungsarten).

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Entwurf

 

Der Entwurf ist mit seiner Form und den eingesetzten Materialien bewusst modern gestaltet, denn hier wird kein „historischer“ anmutender Abgang geschaffen werden. Dies würde ein falsches Bild vermitteln, da dieser nicht historisch ist. Die Form ist abgeleitet und lehnt sich nur am historischen Bestand an, an den Rundungen bzw. an der gebogenen Formsprache vom Dom selbst, der grünen Brücke und der Fließdynamik des Flusses. Die Kombination mit geraden Elementen passt ebenso zu den teils strengen Linien der Domanlage. Der Entwurf lehnt sich am Bestand an und verbindet Modernes mit Historischem. Auf Extravaganz zu verzichten und gemäß den räumlichen und funktionalen Gegebenheiten die landschaftsarchitektonischen Elemente so anzuordnen, dass sie auch langfristig nicht in Frage gestellt werden, ist der wirksamste Ansatz, Kriterien nachhaltigen Bauens und Gestaltens zu erfüllen.

 

Bauweise (Anmerkung zum Modell: Im Modell ist die gewählte Materialstäke etwas ungünstig bzw. wirkt schwerer als es realisiert sein wird; dies ist der Konstruktion des Modells geschuldet.) Eine solide Materialqualität und Bauweise steht im Vordergrund, um das Projekt dauerhaft, ohne großen Wartungsaufwand in einem guten Zustand zu halten. Behutsam wird mit geringen Einschnitten in die Bestandsmauer eingegriffen, und zwar mit einer leichten Abtreppung mit drei Sitzstufen ohne direkten Zugang zum Wasser. Eine vorgesetzte Abtreppung direkt an der Mauer ist wegen des Hochwasserschutzes (ansonsten Verringerung des Albquerschnitts) nicht möglich. Die gewählte Betonbauweise ist schlicht ,einheitlich und filigran. Die Sitzstufen wirken, als sei der bestehende Betondeckkranz zu einzelnen Sitzstufen aufgeschoben worden und fügt sich dadurch ideal in den Bestand ein. Insgesamt wirkt die Gestaltung, als fließe das neue Element in die Alb und lehnt sich an der historischen Mauer an. Die Verwendung von Beton mit Schattenfugen wirkt leichter (nur "aufeinander gelegt") als mit Naturstein, der deutlich unruhiger aussieht und der Gestaltung die Leichtigkeit nimmt. Natursteinblöcke werden aneinander gesetzt und sind mit ihren Fugen anfällig z.B. bei Hochwasser (Unterspülung). Eine gänzliche "leichte" Bauweise ist wiederum nicht möglich, da diese zu schnell bei einem Hochwasser mitgerissen werden könnte. Alle Geländer sind nur gesteckt, sodass man bei höherem Wasserstand das Geländer des Tretbeckens herausziehen und als Absperrung des unteren Bereichs um 90° gedreht wieder einstecken kann. Das Konzept vereint eine flexible Oberkonstruktion (Geländer) mit einer stabilen Unterkonstruktion (Beton), die auch Hochwasser standhält.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzept

 

 

 

 

 

 

 

 

Entwurf