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Rathausneubau Höchenschwand

Der geplante Neubau soll ein „reines“ Rathaus werden, d.h. ohne Wohn- oder Geschäftsräume. Es entsteht auf dem Grundstück mit der Flurst.-Nr. 37 und somit gegenüber dem bestehenden Rathaus, mitten im Ortskern Höchenschwands. Die Planung umfasst das Rathaus als Gebäude, sowie ein dazugehöriges Parkdeck und die Außenraumgestaltung des öffentlichen Raums. Das neue Rathaus soll sich bzgl. Art und Maß der baulichen Nutzung in die nähere Umgebung einfügen. Die Form zeigt ein klares Gebäude in funktionaler Weise, das ortsbildprägend als Rathaus erkennbar wird. Eine wichtige und sinnvolle Forderung wird durch eine energiesparende Bauweise erfüllt. So wird auf eine kompakte Bauweise geachtet und es entfallen pflegeintensive Baukonstruktionen und Materialien.

 

Variante1

Nach ersten Vorgesprächen ließen sich einige wichtige Anforderungen und Vorstellungen der Gemeindeverwaltung an das neue Rathaus identifizieren, die somit die Aufgabenstellung definieren: Gewünscht wird demnach ein länglicher Baukörper entlang der Straße mit einfachem Satteldach. Es wird zusätzlich einen verglasten Anbau an der Hangunterseite geben, der den Sitzungssaal beherbergt. Das Flachdach des Sitzungssaals dient als dann gleichzeitig als geschützte, ruhige Terrasse für Veranstaltungen und Empfänge. Mit einem kubischen Einbau wird ein transparenter, einladender Eingangsbereich gestaltet. So reicht der Blick vom Vorplatz durch das Gebäude bis zur Terrasse.

 

 

 

Variante2

Auch in Variante 2 passen sich Maßstab und Anordnung des Gebäudes der Umgebung an. Das neue Rathaus „verschmilzt“ mit dem Gelände, es steht zurückhaltend aber präsent in der Ortsmitte und verbindet sich mit dem öffentlichen Raum. Die jetzige Variante 2 stellt eine Art Weiterentwicklung und Optimierung des ersten Entwurfs dar, denn der ursprüngliche Gedanke ist weiterhin ablesbar, jedoch wurde ein neues Konzept entwickelt, passend zu den Vorstellungen der Gemeinde. Es entstand eine vereinfachte Dachlandschaft mit weniger aufwendigen, sonst kostenintensiven Dachanschlussdetails. So befindet sich nun alles kompakt unter einem Dach, sodass auch ein besseres Verhältnis von Außenfläche zu Volumen entsteht, wie es in der Aufgabenstellung gefordert ist. Alle Büroräume werden mit direktem, natürlichem Licht versorgt. Die überwiegende Bürofläche liegt auf der Südseite, während Räume wie Toiletten, Lagerflächen und der Flur den Großteil der nördlichen Seite beanspruchen. Die wenigen Büroräume auf der Nordseite werden durch ein Lichtband im Dach natürlich belichtet und bieten daher ebenso attraktive Arbeitsplätze wie auf der gegenüberliegenden Seite. Der Entwurf beansprucht eine geringere Flurfläche und damit auch geringere Versiegelung. Die Ausrichtung des Gebäudes ist aus energetischen und Belichtungsgründen mit der Längsseite in Richtung Süden gewählt. Die Gesamtgestaltung soll auch hier zurückhaltend, aber ansprechend das Ortsbild ergänzen.

 

 

 

Außenanlage

Die insgesamt mit „strengen“ Linien geplante Gestaltung wird mit aufgeasteten Bäumen überstellt und somit aufgelockert. Der aufgeastete Hain begrenzt im Bereich des Parkplatzes räumlich den Straßenraum und unterteilt den Freiraum. Zum Rathaus hin läuft der Hainstreifen die Böschung zwischen den Parkdecks hinab, öffnet sich räumlich und macht geschickt den Blick auf das Rathaus frei. Eine leichte Holz-Stahl-Konstruktion bildet eine lineare Achse, die das Gebäude durchstößt und so Außenraum und Gebäude miteinander verbindet. Der bestehende Parkplatz an der Waldshuter Straße wird zum Rathaus hin erweitert. Weitere Parkplätze entstehen in besonderen Betonelementen, die in den Hang „eingeschoben“ wirken. Die Parkmöglichkeiten werden von bestehenden 15 auf 35 erhöht. Zwischen diesen Elementen steigt der Hang ganz natürlich an. Es wirkt, als würde der Hang an den Betonelementen vorbeifließen. Sitzstufen und zwei attraktive Treppenanlagen erschließen den Parkbereich und das Gebäude von außen. Auf dem Parkdeck gibt es zusätzlich durch den Baumstreifen eine attraktive geschützte Sitzmöglichkeit mit Blick auf die Alpen. Auf der anderen Seite des Rathauses gibt es einen privat wirkenden Aufenthaltsbereich für die Angestellten.

 

 

 

Variante 3