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Sanierung Naturbad Großenhain


 

In diesem Entwurf wird die gesamte neue Infrastruktur samt Aufbereitungsbereich in den bestehenden Nutzungsbereich integriert, so schmiegt sich Beispielweiße das Technik-/Aufsichtsgebäude direkt an den Aufbereitungsbereich an. Der Aufbereitungsbereich selbst wird nicht in der Fläche, sondern in die Tiefe ausgedehnt. Das heißt, dass mehrere Aufbereitungsschichten übereinander gelegt werden. Dies ist durch die Integration in die bestehende Beckentiefe möglich.

 


Durch den neuen zentralen Aufbereitungsbereich wird der Nutzungsbereich sinnvolle neu aufgeteilt und an die Bedürfnisse angepasst. Es entstehen so an den Längsseiten der Nutzungsbereiche Sitz- oder auch Ablagemöglichkeiten. Der Schwimmerbereich kann über einen Steg überquert werden, so entsteht eine Brücke, unter der ungestört auf 50 Metern Länge geschwommen werden kann. Diese Überquerungsmöglichkeit wird auch über den Aufbereitungsbereich fortgeführt.

 

 


Durch das wegfallen des alten Aufbereitungsbereiches entsteht ein besseres Verhältnis Liegefläche zu nutzbarer Wasserfläche (s. Aufstellung Prof. Nohl). DA ein kompletter Umbau des Aufbereitungsbereich mit neuer Durchströmung und Aufteilung in hydrobotanischem und Substratfilter erforderlich ist, stellt die Neuanordnung im bestehenden tiefen Becken einen geringerer Flächenverbrauch des Aufbereitungsbereichs dar, mehrere Aufbereitungsschichten liegen hierbei übereinander.

 

 

 

Der Aufbereitungsbereich ist durch seinen mächtigen Aufbau um einen halben Meter erhöht, gegenüber der Wasseroberfläche der Nutzungsbereiche. Dies führt zu einer spannenden Möglichkeit, den Aufbereitungsbereich in die Gestaltung mit einzubinden und neu zu inszenieren. Das abgebadete Wasser (Rohwasser) des Nutzungsbereichs wird über Vorfilter und Überlaufrinnen zum Schwallbehälter am Technikgebäude geleitet. Von dort aus wird das Rohwasser gleichmäßig mit Pumpen auf der ganze Fläche in den Aufbereitungsbereich verteilt (s. Lageplan). Der Filter setzt sich aus einem 1,2m hohen Substratfilter als Abstromfilter und einem 1,3m hohen hydrobotanischem submerem Pflanzenfilter als Aufstromfilter zusammen. Mit gezielt verteilten Bohrungen in den Querverteiler wird das Wasser eingeströmt. Die Aufbereitungspumpen werden so dimensioniert, dass durch den Druck des Wassers eine langlebige Einströmung gewährleistet ist. Zusätzlich ist das System in der Lage, den gesamten Volumenstrom der Aufbereitung auf Teilflächen der Einströmung zu fahren. Dies führt zu einem Spülstoß an den Einströmdüsen, sodass die darüber liegenden Kiesflächen freigespült werden können. Dieses System ist nicht mit einem Abstromfilter zu vergleichen, bei dem das Wasser nur auf Grund der eingestauten geodätischen Höhe durch das Kiesbett strömt, denn die Druckdifferenz der beiden Systeme beträgt ca. 5-6m. Somit erhöht sich die mögliche Strömung sehr deutlich.